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We Sing. We Dance. We Steal Things. Limited Edition.
Weihnachten steht vor der Tür. Was heißt das für die Musikindustrie? Best Of-Alben, limitierte Versionen und spezielle Editionen von besonders erfolgreichen Alben herausbringen und etwas vom Weihnachtsgeschäft abbekommen. Im Fall von Jason Mraz mag man, als skeptischer CD-Konsument, in eine ähnliche Richtung denken. Aber egal ob man mit dieser Vermutung richtig liegt oder nicht, die limitierte Edition seiner zum Deutschland-Durchbruch geratenen Platte “We Sing. We Dance. We Steal Things.“ hat es in sich. Alles andere als ein lauer Album-Aufguss mit zwei bis drei Bonus-Tracks ist dabei herausgekommen. Die limitierte Edition des Albums enthält neben einer randvollen DVD und der im Juni veröffentlichten Scheibe nämlich noch eine weitere CD, die Mraz in seiner ursprünglichen Form zeigt. Die Form, die sich nicht Label-Vorschriften und Produzentenratschlägen unterwirft, die Form, die Songs so arrangiert und aufnimmt, wie man es früher von Jason und seinem langjährigen Bühnenpartner Toca Rivera gewohnt war. Weiterlesen.
Jason Mraz: We Sing, We Dance, We Steal Things
Eigentlich erstaunlich, dass diesem amerikanischen Singer/Songwriter der Sprung ins europäische Rampenlicht noch nicht gelungen ist. Mit seinem aktuellen Album "We Sing, We Dance, We Steel Things" dürfte sich das wohl ändern. Zu vielseitig und ausgefeilt ist sein Stilmix aus Folk, Soul und dezenten Funk- und R'n'B-Anleihen, der alles beinhaltet, was konsensfähige, kommerzielle Popmusik auszeichnet.
"Make It Mine" leitet das Album mit einem funkigen, an Phoenix erinnernden Groove ein, auf den sich die eingängige Melodie gründet. Hübsche Bläserarrangements und Handclaps runden diesen sonnigen Einstieg ab.
Im Fahrwasser von Jack Johnsons Hängemattensound bewegt er sich mit lockerem Reggae-Rhythmus mit "I'm Yours", das effektvoll von einen gospeligen Backgroundchor ausstaffiert wird, und dem entspannten, von der Akustischen begleitetem "Live High". Entzückend auch das mit Colbie Caillat intonierte Duett "Lucky", das mit zuckersüßem Refrain und Streichern aufwartet oder das folkige und melancholische "Details In The Fabric", das Jason mit James Morrison eingesungen und mit der gezupften Gitarre unterlegt hat.
Experimenteller kommt "Coyotes" mit elektronischem Beat und Einlagen, schnellem Sprechgesang und angenehm bizarren Chören daher. Jason Mraz zeigt sich als Mann mit außerordentlichem Gespür für ohrgängige Melodien, die er immer mit kraftvollem, klaren Gesang zum Besten gibt. Weiterlesen.