Regina Spektor

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12.07.2010
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02.10.2009
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28.06.2009
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Biografie

Biografie

Die aktuelle Biografie von Regina Spektor kannst du hier auf der deutschsprachigen Webseite lesen.

Regina Spektor Pressefotos 2009 Bild 1Bis zum Jahr 2006 verzauberte Regina Spektor eingeschworene Fans in winzig kleinen Clubs. Dann kam Begin To Hope, und plötzlich stand sie vor einem Publikum von dreitausend Menschen und mehr, die ihrem russisch-amerikanischem Naturell und ihren eigenwilligen Songs erlagen. Der Rolling Stone schrieb etwas von „one of the most intensely joyful rock shows we’ve seen“, und das Album verbrachte fünf Wochen in Folge auf den Billboard-#1 New Artists Charts, bevor es in die Top-20 der Billboard-100 ging. Eine Million Exemplare gingen weltweit über die Ladentische, und in sieben Ländern gab es Gold oder Platin! Nun hat Regina Spektor den Nachfolger für das Durchbruchsalbum fertig: Far, ein Werk mit 13 Songs, die Regina Spektor in einer steten Vorwärts-Entwicklung zeigen. Denn vieles an Far war für Regina Spektor bisher unbekanntes Land. 

 „Es kommt mir vor, wie eine dieser Geschichten, in denen jemand einen Wanderstab und einen Beutel nimmt, sein Dorf verlässt und rausgeht, um die Welt zu entdecken… und dann wieder nach Hause kommt.“ 

Das Abenteuer "Far"

Regina Spektor Pressefotos 2009 Bild 2So betrachtet REGINA SPEKTOR das Abenteuer, das Far für sie wurde. Diese Reise führte sie an viele Orte und in musikalische Partnerschaften mit drei innovativen Produzenten, denen sie auf ihrem Trip begegnete: Mike Elizondo (Dr Dre, Eminem), Jeff Lynne (ELO, Traveling Wilburys) und Garrett „Jackknife Lee“ (R.E.M., Weezer). Und dann kehrte sie schließlich nach Manhattan zurück und hatte ihren Beutel prall gefüllt mit neuen Möglichkeiten, die sie David Kahne (Paul McCartney, The Strokes) präsentierte, der schon SPEKTORsTriumph Begin To Hope produziert hatte.

Es war großartig, wieder mit David zusammen zu arbeiten, aber ich hatte durch die Arbeit mit all diesen Leuten so viel gelernt. Dadurch war alles vollkommen neu und anders als früher“, erklärt sie.

Mit Far kann auch der Hörer zu einem abenteuerlustigen Dorfbewohner werden, der einen Sprung ins Unbekannte wagt und die Chance ergreift, neue Erfahrungen zu sammeln. Dabei kann er sich einfach gehen lassen und unentdeckte Dinge am Wegesrand finden, bis er schließlich bereichert zurückkehrt. Und Regina Spektor ist für ein solche Unterfangen mit Sicherheit der perfekte Scout, eine Künstlerin mit einem feinen Sinn für Details, sowohl in der Musik als auch in den Texten, und dem Talent, das Gewöhnliche zum Ungewöhnlichen werden zu lassen, und das Ungewöhnliche wiederum zum Teil des alltäglichen Lebens zu machen.

Regina Spektor Pressefotos 2009 Bild 3Wie zu Zeiten ihrer ersten Aufnahmen aus dem Keller ihres Colleges, besteht die Essenz Regina Spektor´s Musik noch immer in ihrem mal fragilen, mal kräftigen Pianospiel und ihrer eindrucksvollen Stimme, die an sich schon volle Arrangements im Ohr mitklingen lässt und ganze Welten von Klängen und Bildern hervorruft. „Eine unerschrockene Mischung aus Naivität und künstlerischer Weisheit“, schwärmte der Londoner Guardian über ihre Talente. „Sie zieht die Worte mit einem solchen Entzücken auseinander, als hätte sie sie nie vorher in ihrem Leben ausgesprochen. Sie wirft die Klänge ihres Pianos an eine Wand, nur um sie aufprallen und zerbrechen zu hören… Weniger beunruhigend als die Brüder Quay, ehrlicher als die Gebrüder Grimm, ist Regina Spektor eine Geschichtenerzählerin mit einer bewegten Vergangenheit und einer glänzenden Zukunft.“ 

Regina Spektor Pressefotos 2009 Bild 4In Far kommt die ganze Farbpalette zur Geltung, die aus diesen Wurzeln sprießt. „Auf dem ganzen Album geht es um Perspektiven und Offenbarungen“, erklärt Regina, während sie in ihrem Bungalow am kalifornischen Strand sitzt. Und Offenbarungen gibt es zuhauf auf dem Album. Etwa in Wallet, in dem eine gefundene Brieftasche ein ganzes Universum eröffnet. In Folding Chair gräbt sie ihre Zehen in den Sand und entwirft eine Szene häuslichen Glücks, bevor sie zu einem Delphin wird (zumindest mit ihrer Stimme). In Blue Lips setzt sie zum Sprung vom Kleinen - blue lips, blue veins- zum ganz Großen - blue color of our planet from far, far away - an, und das innerhalb einer Note, so einfach wie eine bloße Beobachtung in ihren Händen zu einer Allegorie wird. „Das ist ein wunderbares Bild: vom winzigsten Wahrnehmbaren zum riesigen nicht mehr Wahrnehmbaren zu gehen“, schwärmt sie. „Es gibt ein paar Dinge, die schon immer Teil meiner persönlichen Perspektive waren, die durch die Songs schimmert. So bin ich definitiv eine sehr positive Persönlichkeit, nicht sonderlich morbide, ein bisschen sarkastisch. Ich neige manchmal zu schnellen Urteilen und manchmal wird alles von einer gigantischen Liebe zur Menschheit durchzogen.“ Und wie immer bei Regina Spektor, erzählt jedes ausgesprochene Wort (oder jede wortlose Stimmerhebung) und jeder Finger auf einer Pianotaste eine Geschichte für sich.

Regina Spektor Pressefotos 2009 Bild 5Meine Songs hängen von so vielen Dingen ab, die klappen müssen. Es ist fast wie bei einem Staffelläufer, bei dem der Stab genau richtig zum nächsten Läufer weitergereicht werden muss. Fast wie ein Zaubertrick. Wenn ein Wort fehlt, fällt alles auseinander. Oder wie in einer virtuellen Realität, wenn irgendetwas nicht stimmt, stellst Du alles in Frage.“ Dass alle vier Producer ihre Aufgabe meisterten und Regina´s einzigartige Vision zu einem nahtlosen Ganzen zusammen brachten ist keine Kleinigkeit. Und dass Regina ihnen zutraute, es zu schaffen, ist ebenfalls eine große Sache.

Ich komme schließlich von einem Punkt, an dem ich alles selbst arrangieren wollte und alles selbst unter Kontrolle hatte“, so Regina Spektor über ihre persönliche Evolution, die sie von der Ein-Frau-Aufnahme mit ihrem Album 11:11 am New Yorker College begann und mit ihren Sire-Alben Soviet Kitsch und Begin To Hope (ihren ersten „echten“ Produktionen) fortführte. „Je mehr Zeit verging, desto mehr war ich in der Lage, andere teilhaben zu lassen. Bei diesem Album mehr als sonst, und beim nächsten Album wird es wohl noch mehr sein. Ich höre nicht auf zu lernen.“ 

Ich arrangiere immer noch äußerst viel“, fährt sie fort. „Wenn man so viele Ideen zu seinen Songs hat, ist es schwer, neue Leute mit hinein zu lassen. Jeder von den derzeitigen Produzenten hat seinen eigenen Stil, aber alle hatten eines gemeinsam: Sie gaben mir das Gefühl, dass sie bei mir standen.“ 

Regina Spektor Pressefotos 2009 Bild 6Jeff Lynne, der Blue Lips, Genius Next Door, Folding Chair und The Wallet produzierte, brachte sie sogar dazu, etwas zu tun, was sie bis dahin für unmöglich gehalten hatte: „Auf dem letzten Album habe ich zum ersten Mal Harmoniegsänge zu meiner eigenen Stimme eingesetzt, aber ich habe noch nie mit jemand anderem auf einem Album zusammen gesungen“, erklärt sie und betont, dass sie Lynn nur von Tom Pettys Highway Companion kannte und keine Ahnung von seinen anderen Leistungen hatte. „Seine Stimme ist so schön. Es war wie ein Chor, mit Jeff zu singen. Und nachdem wir den Anfang gemacht hatten, haben wir es auf einer ganzen Reihe von Songs eingesetzt.“ 

Auch mit Elizondo beschritt sie neue Wege, diesmal in einer Session mit Matt Chamberlain (Pearl Jam, Tori Amos) auf The Calculation.

Regina Spektor Pressefotos 2009 Bild 7Wir hatten eigentlich schon alle Songs soweit abgeschlossen, und Matt hatte ein paar zusätzliche Stunden im Studio, bevor wir zum Flughafen mussten“, erklärt Regina Spektor. "The Calculation war noch kein Song, ich hatte ihn nicht mal Mike vorgespielt. Eigentlich hatte ich keine Ahnung, wie man eine Jam-Session mit Leuten macht. Ich komme aus der klassischen Musik, und die Idee einer Jam gab mir ein komisches Gefühl. Aber Matt und Mike, die an mindestens einer Milliarde Musikprojekten teilgenommen hatten, lieben Jam-Sessions. Also schlugen sie vor: ‚Warum jammen wir nicht ein bisschen auf dem Song?’ und ich zögerte und meinte ‚Ich weiß doch nicht wie’. Also hab ich ihnen den Song vorgespielt. Ich spielte ihn im Abhörraum, Matt saß im Aufnahmeraum am Schlagzeug und Mike saß neben mir auf dem Sofa und spielte Bass - und mit einem Take war die Aufnahme fertig. Echt cool. Es war wirklich ein großer Spaß.

Mit Garrett Lee traf sie sich außerhalb Londons, in einer idyllischen Atmosphäre, die ihre eigene Inspiration mit sich brachte. „Da liefen Kühe herum und wir hatten einen wundervollen Blick auf den Fluss“, beschreibt sie. „Ich war dort mit Garrett und zwei Tontechnikern, die Atmosphäre war sehr gelöst. Und Garrett begann, immer wieder andere Musiker hereinzuholen. Ich hatte ihm gesagt, dass ich immer schon mal eine Tuba als Bass auf einem Song haben wollte, und Garrett kannte einen Drummer, der in einer Band mit einem Tuba-Spieler spielte. Ich arrangierte die Streicher für Laughing With, aber statt eines traditionellen Quartetts nahmen wir zwei Celli. Ich fühle mich zu tieferen Klangfarben hingezogen - Bass, Cello, Tuba, die diesen warmen, untergründigen Klang haben. Ähnlich spielten wir Dance Anthem Of The 80s ein, ein Song, den ich normalerweise allein am Piano interpretiere. Im letzten Sommer hatte ich ihn auf einem Festival gespielt, und mein Bekannter Reggie Watts machte dazu die Beat-Box. Also schickten wir seine Tracks nach London, programmierten sie und legten es auf die Aufnahme. Ich besorgte uns einen Vocoder und verliebte mich sofort in den Effekt. Ein ganz erstaunliches Instrument… es machte mich traurig, als ich meine Stimme darüber hörte. Es klang wie das traurigste Instrument der Welt.

Regina Spektor Pressefotos 2009 Bild 8Und dann „kam ich nach Hause, um mich mit David Kahne zu treffen, den ich wirklich sehr liebe und mit dem ich seit ein paar Jahren gut befreundet bin. Und das war ein besonderer Moment. Die Ironie bestand darin, dass David von New York nach LA gezogen war, als wir mit Begin To Hope begannen, und ich war die erste Person in seinem neuen Studio gewesen. Und als ich nun zurückkam, zog er wieder gerade um, so dass ich die letzte Person in seinem alten und wieder die erste in seinem neuen Studio war.

Wenn Regina Spektor heute das neue Album hört und all die Erfahrungen an sich vorüber ziehen lässt, kann sie nur schwer festmachen, welche Bedeutung Far in Kategorien wir persönlicher oder künstlerischer Reife besitzt. Auch dies sei eine Frage der Perspektive, und um dies zu beurteilen, sei sie noch zu nah dran. „Es ist, als würdest du zusehen, wie dein Haar wächst. Und auf einmal wachst du auf und hast lange Haare.“

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